Pfad:  home > programm > aktuelles vorwort > vorwort 2/2015

Vorwort April 2015

Gehe nicht vor mir –
   vielleicht folge ich dir nicht.
Gehe nicht hinter mir –
   vielleicht führe ich dich nicht.
Gehe einfach neben mir –
   und sei mein Freund!
(Albert Camus)

Miteinander füreinander

Liebe Freunde des Klosters mit all seinen Facetten

liebes Publikum als Gäste unserer akustischen, visuellen und gourmetorientierten Veranstaltungen …

   … seien Sie herzlich willkommen!

Seien Sie auch willkommen zum kulturellen Dialog in unserem Haus und PZ-Team, in dem die Schnittmengen individueller Meinungen gesucht und gefunden werden, wo Lösungen entwickelt werden, wo sich inhaltliche Differenziertheit an emotionalem Temperament misst, wo die Einordnung wichtiger und unwichtiger Standpunkte gegenüber politischer, gesellschaftlicher, sozialer, künstlerischer, kultureller Ereignisse und Ziele ausgiebig und „bunt“ diskutiert werden. Wobei terminliche Zielorientierung als gewissermaßen strategische Maxime gesehen wird – und gesehen werden muss. Wie kämen sonst die vielfältigen bewusst erfolgten Aktivitäten zustande, die als Fazit im vorliegenden Programmheft dokumentiert sind.

Inhaltliche Zielorientierung jedoch unterliegt bei uns – so empfinde ich es – glücklicherweise keiner strategischen Maxime. Sie ist flexibel und bleibt geöffnet – geöffnet für die eigentlich unermesslich vielfältig Einfluss nehmenden aktuellen und historisch begründeten Ideen, Gegebenheiten, Entwicklungen und Erkenntnisse, die es zu sammeln und mit Querverbindungen zu versehen gilt. Dann denken wir nach – begeben uns auf den Pfad niveauvoller Analyse und Synthese der Informationsfetzen mit sozialer sowie kultureller Präferenz.

Und an dieser Stelle freue ich mich immer über die individuellen Charaktere der gesamten Projekt - Zukunft - Mannschaft.

Nun, verehrte Leserinnen und Leser, was machen wir wohl aus unseren – auch Ihren - Themenpaketen?

Welche Künstler zeigen uns „bildende“ Bilder?
Welche Musiker lassen uns aufhorchen?
Welcher Film berührt uns?
Welches Theater lässt Kinder Kinder sein?
Welcher Vortrag weist uns einen Weg?
Welche Kabarettisten sind sich des „Lobes der Torheit“ bewusst?

Hier sind wir dann bei Erasmus von Rotterdam angelangt, der von 1466 bis 1536 lebte.

Erster „Europäer“ genannt – nicht nur wegen seiner internationalen Beziehungen zu den Gelehrten in ganz Europa. Es ist damit der geistige Raum gemeint, in dem er lebte. Er bemühte sich um Ausgleich und Harmonie, um Anerkenntnis rationaler Besonnenheit, um humanistische Integration Abendland bildender Elemente.

Das könnte ein Appell sein – denn dieser Prozess dauert immer noch an!

Bleiben wir also engagiert und freuen uns über unsere Begegnungen – überall und auch in der reizvollen Klostergaststätte – wir freuen uns auf Sie!

Hans-Jürgen Sesterheim