Pfad:  home > programm > aktuelles vorwort > vorwort 1/2016

Vorwort Frühjahr 2016

Kein Vorwort - ein Rätsel:

Was ist das?

- ungezählte ehrenamtliche Arbeitsstunden und Einsätze zur Planung,
   Vorbereitung und Betreuung der Veranstaltungen
- dito zur Organisation des Betriebs im Kloster
- enormer Abrieb beim gemeinsamen Hirnen und Diskutieren
- nicht zu vernachlässigender Energieverschleiß beim Hoffen und Bangen,
  ob die Veranstaltungen laufen
- mehrere Hektoliter Herzblut
- eine gehörige Portion Freude und Spaß an der Sache
- annähernd 90 Veranstaltungen pro Jahr
- ungefähr 4800 Besucher pro Jahr

 

Liebe Klosterfreundinnen und -freunde,

 Sie halten das neue Klosterprogramm in Ihren Händen und beim Durchblättern können Sie obenstehendem Rätsel auf die Spur kommen.
Musik, Kabarett, Kindertheater, Vorträge, Lesungen - für viele unterschiedliche Interessen und Ansprüche ist in unserem Programm etwas dabei. Entspannendes, Anregendes, Bewusstseinserweiterndes. Nicht zu vergessen Gartenkabinett, Ausstellungen, Kino. Ebenso das eigene Theaterprojekt und die Jamsessions für Leute, die gerne selber aktiv und kreativ sein wollen.
Wie schafft man es, solch ein umfangreiches Programm auf die Beine zu stellen?
Mit einem Projektteam, das bereit ist, einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit einzubringen. Mit einem Pool an Helfern, die uns gerne unterstützen und einspringen, wenn Not am Mann ist. Wie zum Beispiel alljährlich beim Klosterfest, das innerhalb der Ritterspiele stattfindet. Hierbei handelt es sich um unser ehrenamtliches Großaufgebot - drei Tage, die von der ersten bis zur letzten Minute ausgelastet sind mit Vorbereitung, Aufbau, Organisation, Verkauf von Getränken, Klosterburgern, Kaffee und Kuchen, der von vielen Kuchenbäckerinnen (und Kuchenbäckern?) in und um Horb spendiert wird! Der Erlös aus dieser Aktion war in den letzten Jahren ein wichtiges finanzielles Standbein für uns. Nur dieses Jahr nicht! Mit dem Argument, dass durch das Gerüst an der Stiftskirche der Ritterumzug vom oberen Marktplatz aus nicht machbar sei und zudem die Stände auf dem Marktplatz immer schlechtere Umsätze machten, wurden die Ritterspiele komplett in die Unterstadt verlagert - und damit fiel unser Klosterfest aus. Noch ist nicht entschieden, wie es nächstes Jahr weitergehen wird. Das Raunen und Rascheln im Zeitungsblätterwald geht in die Richtung, dass die Ritterspiele künftig nur noch „unten“ stattfinden. Wir wollen aber oben bleiben.


Wir haben sowohl an den Landkreis einen Bezuschussungsantrag wie auch an die Stadt einen Antrag auf Erhöhung der jährlichen Grundförderung gestellt.

Trotz sorgfältigster Finanzwirtschaft und Kalkulation geraten wir durch die gestiegenen Kosten in eine zunehmend bedrängte Lage. Und trotz des Sachmittelzuschusses und Ergänzungsmitteln des Landes Baden-Württemberg zur Grundförderung der Stadt Horb muss der Löwenanteil für die inhaltliche Programmarbeit und den Erhalt des Gebäudes von uns selbst aufgebracht und erwirtschaftet werden - durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, Eintrittserlöse und Bewirtung beim jährlichen Klosterfest während der Ritterspiele (und diese für uns sehr wichtige Einnahmequelle fällt ja nun weg).


Seit mehr als 32 Jahren bereichert das Projekt Zukunft mit seiner Vielfalt und seinem bunten Programm in hohem Maße die Kulturszene in Horb und möchte dies auch weiterhin tun. Zusammen mit Ihnen und euch als Publikum, Gäste, Helfer, Unterstützer und Mitstreiter! Dass man mit Ehrenamt viel bewegen kann, haben wir über viele Jahre bewiesen. Doch Ehrenamt allein genügt nicht, der finanzielle Unterbau gehört dazu, damit die Gleichung aufgeht. Daher hoffe ich, dass wir bald in der Klostergaststätte auf die Bewilligung unserer Anträge anstoßen können!

Viel Vergnügen im Kloster wünscht Ihnen und Euch

Sigrid Schulze