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Vorwort 3/2018

Ist Frieden machbar?

Im November 2018 finden die Horber Friedenstage zum 20. Mal durch das Projekt Zukunft im Kloster statt. Aus diesem Grunde sollen die diesjährigen Friedenstage eine Art Rückblick, eine kritische Bilanz sein. Schon seit bald 40 Jahren gibt es in unserer Region die Horber Initiative für den Frieden.

Gibt es sie eigentlich wirklich noch? Ist sie nötiger denn je oder überflüssig?
„Lohnt dieser Kampf, der so ungleich zu sein scheint? Friede, wann gab es das auf dieser Welt? Seit Kain und Abel schlagen sich die Leute die Köpfe ein, führen Kriege wegen Gott, Rohstoffe und Selbstsucht“, so kommentierte 2014 der Schwarzwälder Bote die Eröffnung der damaligen Horber Friedenstage.

Wozu also noch Friedenstage?

Die diesjährigen Friedenstage möchten sich inhaltlich mit dem „Innenleben“ und den Schwerpunkten dieser jahrzehntelangen Friedensarbeit beschäftigen. In einer Zeit, in der es anscheinend wieder ganz normal ist „Kriege“ zu führen, ob in Syrien, Afghanistan oder auf den globalen Welt- und Finanzmärkten. In einer Zeit, in der immer noch mehr Geld für Rüstung ausgegeben und immer noch mehr Geld an Rüstung verdient wird. In einer Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich stetig weiter auseinanderklafft. Es bei der Umweltverschmutzung schon nicht „5 vor 12“ ist und der Atomausstieg immer noch auf sich warten lässt. In einer Zeit, in der 80 Jahre nach der Pogromnacht gegen die Juden und Ihre Gotteshäuser wieder neuer Antisemitismus zunimmt.

Vielleicht sind Horber Friedenstage gerade deshalb wichtig?

In einer solchen Zeit denken wir dagegen und sagen: Frieden ist machbar!
Inhalte wie soziale Gerechtigkeit, Atomausstieg, Aufrüstung und Rüstungsexporte, Friedensbewegung und 80 Jahre Pogromnacht – gegen das Vergessen werden im Programm kritisch aufgegriffen.

Auch Kabarett, Musik und Kindertheater bereichern wieder das Programm der Friedenstage.

Wir freuen uns wieder über ein breites Netzwerk an Kooperationspartnern.

Zum Schluss lade ich Sie / Euch ein mit uns heftig zu diskutieren und gerne auch friedlich zu streiten.

Nur mutig voran…

Helmut Loschko

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