Pfad:  home > programm
Mittwoch, 16.05.2018 19:30

Die Erbschaft der Gewalt – Über nahe und ferne Folgen des Kriegs

Kategorie: literatur

 

Buchvorstellung mit Dr. Kurt Oesterle (Tübingen)

Dr. Kurt Oesterle

berthold-auerbach-museum nordstetten

Der vor nun hundert Jahren zu Ende gegangene Erste Weltkrieg war zugleich Keimzelle für den nicht minder grausamen Zweiten Weltkrieg. In der eigenen Familiengeschichte beobachtet der Berthold-Auerbach-Literaturpreisträger das Wirken der „Erbschaft der Gewalt“ über drei Generationen, weniger als materielle Schäden, sondern als mentale Traumata. In weiteren Essays befasst er sich mit der Somme-Front, dem Phänomen Verdun als Schacht- und Gedächtnisort und in Einzelportraits mit den unterschiedlichen – letztlich aussichtslosen – Bewältigungsversuchen von Kriegserfahrungen.

Kurt Oesterle wurde 1955 in Oberrot/Nordwürttemberg geboren. Das Studium der Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Tübingen schloss er 1989 mit der Promotion ab. Als freier Autor und Feuilletonist arbeitet er unter anderem für den Südwestrundfunk, die Süddeutsche Zeitung, das Schwäbische Tagblatt und die Frankfurter Allgemeine. 1998 wurde er für den Aufsatz über Uhlands Lied vom „Guten Kameraden“ mit dem Theodor-Wolff-Preis für Zeitungsjournalismus ausgezeichnet. Für sein Romandebüt „Der Fernsehgast“ erhielt er 2002 den Berthold-Auerbach-Literaturpreis. Seither veröffentlichte er zwei weitere Romane sowie zahlreiche kulturwissenschaftliche Aufsätze und zeitgeschichtliche Recherchen.
Diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Berthold-Auerbach-Literaturkreis wird unterstützt von der Marbacher Arbeitsstelle für Literarische Museen in Baden-Württemberg und der Stadt Horb.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €, Schüler frei

berthold-auerbach-museum nordstetten

Nach oben