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Vorwort 3/2017

Liebe Freundinnen und Freunde.

„'Man ist nicht nur für etwas verantwortlich, was man tut, sondern mindestens ebenso auch für das, was man nicht tut.' Ich finde, nirgendwo gehört dieser Satz mehr hin wie in die heutige Zeit. Wo nun doch innerhalb kürzester Zeit so viele vertraute Sicherheiten ins Wanken gekommen sind. Wo wir neuerdings sogar mit einem amerikanischen Präsidenten konfrontiert sind, der mit allem zu brechen scheint, was Freiheit und Demokratie ausmacht. Doch auch in Europa und in Deutschland sind ja massiv rechtsnationalistische Tendenzen zu beobachten. Und das mit einer erschreckenden Direktheit, die selbst vor dem Zurechtlügen nicht zurückschreckt. Ja, die diese sogar legitimieren will, indem sie diese frech als >Alternative Fakten< bezeichnet. Lassen wir uns nicht blenden von diesen billigen Schnelllösungsparolen.“

Liebe Leserinnen und Leser kommt Ihnen / Euch dieser Text irgendwie bekannt vor. Ja!?!

Ja, diese Zeilen hat genau an dieser Stelle Lizzy Schmid in ihrem Vorwort unseres letzten Infos geschrieben. Ganz bewusst wiederhole ich sie an dieser Stelle. Denn sie verdeutlichen sehr schön, womit sich die nächsten Friedenstage beschäftigen.

Die 19. HORBER FRIEDENSTAGE finden vom 4. bis 25. November 2017 im Horber Kloster statt. Das Projekt Zukunft, die Horber Initiative für den Frieden und (hoffentlich) noch viele andere Gruppen, Parteien und Einrichtungen möchten unter dem Motto „Für Frieden und Freiheit. Keine Chance dem Populismus“ ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Menschlichkeit auch in der Region Horb setzen und sich inhaltlich mit dem „neuen Rechtspopulismus“ beschäftigen.

Im Mittelpunkt der Friedenstage steht die Ausstellung „Demokratie stärken, Rechtsextremismus bekämpfen“. Sie zeigt die Gefahren auf, die vom Rechtsextremismus als Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde ausgehen. Rechtsextremismus ist ein Problem der ganzen Gesellschaft - auch in Horb. Die Ausstellung stellt die Grundlagen für rechtsextremes Verhalten und Einstellungen dar und zeigt welche Formen ein rechtsextremes Weltbild annehmen kann.
Rechtsextreme Einstellungen sind keine zu duldende oder gar zu verharmlosende Überzeugung.

Informationen sind für ein Engagement gegen den Rechtsextremismus genauso wichtig wie das Bewusstsein für das demokratische Fundament unserer Gesellschaft. Eine starke Demokratie mit engagierten Demokraten ist widerstandsfähig gegen den Rechtsextremismus. Dies wollen wir mit unseren inhaltlichen Veranstaltungen bei den Friedenstagen aufgreifen, diskutieren und vertiefen.

Wir vom Projekt Zukunft freuen uns schon auf einen friedvoll-konstruktiven Dialog mit Ihnen / Euch und auf Ihren / Euren Besuch bei unseren Veranstaltungen im Horber Kloster. Gerne auch in der Kulturgaststätte.

Ihr

Helmut Loschko

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