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Mittwoch 13.11.2019

19.30 Uhr

Klostersaal

Ungebremst?

Prof. Dr. Thomas Potthast

Ist es der ungebremste Verlust der Artenvielfalt wider besseren Wissens? Der Frage, was Naturschutz mit Gesellschaftspolitik zu tun hat, geht der Biologe und Philosoph Prof. Dr. Thomas Potthast bei seinem Vortrag im Rahmen der 21. Horber Friedenstage nach.
Der Verlust der Artenvielfalt ist seit vielen Jahrzehnten dokumentiert und das nötige Systemwissen über die Ursachen lange vorhanden. Doch warum konnte der Artenrückgang weder regional noch global gestoppt werden? Eine mögliche Antwort liegt darin, dass Artenschutz vielen Menschen immer noch als scheinbar ‚weiches‘ Randthema gilt, so wie der gesamte Naturschutz.
Doch um die Artenvielfalt zu sichern ist eine umfassende gesellschaftliche Transformation nötig, die Landnutzung, Ernährung, Konsum, Mobilität und vieles mehr betrifft. Der Schutz der Biodiversität ist Teil einer umfassenden Idee nachhaltiger Entwicklung und damit eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Der Vortrag wird ökologische, ethische und politische Aspekte einer notwendigen Transformation erläutern.
Zum Referenten: Thomas Potthast, Professor für Ethik, Theorie und Geschichte der Biowissenschaften und Sprecher des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen.

Weltkugel Potthast