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Samstag, 24. Juli 2021

20.30 Uhr

Kloster

Eintritt: 7€/ 5€ (ermäßigt)

Josephine Mörikes Liebe – Alexander Köhrer Literatur-Lesung

Es ist das Jahr 1828. Mörike ist 24 Jahre alt. Er versucht aus dem Vikariat auszubrechen. Aber nichts tut sich auf. Ihm bleibt nur dieses: Aus Gesundheitsgründen sich beurlauben zu lassen. Er nistet sich bei seinem Bruder ein, in Scheer an der Donau. Dort geschieht‘s: Im Pfarrgarten von Scheer trifft er das Mädchen, das er zuerst Jorinde, dann Josephine nennt.

Wer ist sie? Ist sie die Tochter des Schulmeisters? In der Mörikeforschung ist es umstrit­ten, ob es sie wirklich gab. Aber was heißt wirklich? In den Gedichten ist sie da. Es sind sinnliche, es sind erotische Gedichte.

Die vorliegende Erzählung nimmt diese Gedichte auf, ebenso seine Briefe aus dieser Zeit. Schwebe zwischen Vermutung, Dichtung und wahrscheinlicher Begegnung.

Zum Autor:

Alexander Köhrer, 1963 in Kirchheim/Teck geboren, Pfarrersohn (sein Vater war von 1955-57 Vikar in Horb!) geht in seiner Erzählung „Josephine“ der Frage nach, wie man über je­manden schreiben kann, den es vielleicht gar nicht gab und der doch da ist. Sicher ist, dass Josephine in den Gedichten da ist. Das reicht, um die Frage nach der Wirklichkeit zu beantworten. Köhrer beschäftigt sich seit seinem 14. Lebensjahr mit Mörike. Auf die Frage, wie das komme, antwortet Köhrer, er wisse nicht, ob er Mörike nachlaufe oder er ihm.

Im Jubiläumsjahr 2004 richtete er die Hauptausstellung zu Mörike in Tübingen aus.

Jetzt ist Köhrer Pfarrer in Langenbeutingen, einem Dorf in Hohenlohe.

Im Nachbarort Cleversulzbach, dem Hauptort Mörikes, hält Köhrer regelmäßig Predigtgot­tesdienste. Ganz im Gegenteil zu Mörike: Regelmäßiges Predigen gab es bei ihm nie.

Illustrationen: Martin Schwarz