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Oesterle-Cover

Mittwoch, 20. Oktober 2021

19.30 Uhr

Berthold-Auerbach-Museum Nordstetten

Eintritt: 7 € / 5 € (ermäßigt)

Schüler: frei

„Eine Stunde ein Jude“

Geschichten gegen Antisemitismus – Buchvorstellung mit Dr. Kurt Oesterle

Empathielos und menschenverachtend wirkt Judenhass in unserer Gesellschaft wie eine Seuche, doch es gab und gibt literarische Versuche, diese zu bekämpfen. Solche Texte von nicht-jüdischen Autorinnen und Autoren der letzten 200 Jahre sammelt Dr. Kurt Oesterle in seinem neuesten Buch. Vertreten sind große Namen wie Johann Peter Hebel, Annette von Droste-Hülshoff, Adalbert Stifter, Ricarda Huch, Gertrud von le Fort oder Friedrich Dürrenmatt. Erkennbar wird eine Tradition der „Verteidigung des Jüdischen“, die es zu kommentieren und einzuordnen gilt. Der Berthold-Auerbach-Literaturpreisträger leistet damit einen literaturgeschichtlichen Beitrag zum aktuellen Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und darüber hinaus..
Kurt Oesterle, Jahrgang 1955, studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Tübingen und promovierte 1989 bei Walter Jens mit einer Arbeit über Peter Weiss und „Die Ästhetik des Widerstands“. Seither arbeitet er als freier Autor, Journalist und Feuilletonist vor allem für die Süddeutsche Zeitung, das Schwäbische Tagblatt und die FAZ. 1997 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis für Zeitungsjournalismus und 2002 den Berthold-Auerbach-Preis für sein Romandebüt „Der Fernsehgast“. 2003 folgte die vieldiskutierte Recherche „Stammheim – Die Geschichte des Vollzugsbeamten Horst Bubeck“ .