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Mittwoch, 9. Oktober 2019

19.30 Uhr

Berthold-Auerbach-Museum Nordstetten

Eintritt: 7€, ermäßigt: 5€, Schüler frei

Diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Berthold-Auerbach-Literaturkreis wird unterstützt von der Marbacher Arbeitsstelle für Literarische Museen in Baden-Württemberg und der Stadt Horb.

Lesung mit der Autorin Manja Präkels

In ihrem viel beachteten Debütroman erzählt Manja Präkels vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft und Wut. Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi hält sich an ihren geleisteten Pionierschwur. Doch Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. Sie bringen Straßen und Plätze unter ihre Kontrolle, dann eskaliert die Situation vollends.

Manja Präkels, Jahrgang 1974, wuchs in Zehdenick, einer Kleinstadt in der Uckermark, auf. Mehrere Jahre arbeitete sie als Lokalreporterin in Brandenburg, bevor sie an der FU Berlin Philosophie und Soziologie studierte. 2001 gründete sie die Band „Der Singende Tresen“ und initiierte in Berlin-Spandau das Erich-Mühsam-Festival. 2004 erschien ihr erster Gedichtband „Tresenlieder“, 2005 die erste CD der Band. Sie veröffentlichte Artikel, Essays, Erzählungen und Stücke für Kindertheater. Ihr autobiographisch geprägter Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wurde 2018 unter anderem mit dem Anna Seghers Preis sowie dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.