Pfad:  home > programm > aktuelles vorwort > vorwort 2/2016

Vorwort Sommer 2016

Erfolgreiche Kulturarbeit verdient finanzielle Anerkennung

In meiner Heimatgemeinde Bondorf kam diese Tage im Mitteilungsblatt, dass die Gemeinde für ihr Kulturhaus „Zehntscheuer“ einen hauptamtlichen Hausmeister sucht. Ausgeschrieben ist eine Vollzeitstelle. Ich weiß nicht genau, wie viele Belegungen in der „Zehntscheuer“ sind. Vereine haben ihre Proberäume im Haus, die Volkshochschule nutzt Räume für ihre Kurse.

Bestimmt ist diese Vollzeitstelle berechtigt.

Jetzt denke ich an unser Haus, ans Kloster in Horb. Hier kenne ich mich besser aus, weiß, dass das Projekt Zukunft ca. 80 Veranstaltungen im Jahr durchführt. Da ist das Kultur- und Theaterforum, der Mieterbund des Landkreises Freudenstadt, die Adventsgemeinde, die Yogakurse, die Katholische Erwachsenenbildung, die Volkshochschule, die Gewaltfreie Kommunikation, der Philosophische Stammtisch, das Theaterprojekt Zukunft, Saltango aus Nagold; zur Zeit gibt es viele Veranstaltungen von Parteien zu den Landtagswahlen, alle nutzen sie die Räume im Kloster. Wir freuen uns darüber, wir freuen uns über diese bunte, starke Mischung, die dieses Kulturhaus Kloster ausmachen. Über 400 Belegungen sind es Jahr für Jahr. Ich finde es super, wie dieses Kloster angenommen wird.

Und ich finde es toll, dass wir dies alles nun schon so viele Jahre ehrenamtlich organisieren, managen, planen.

Die Stadt Horb hat unseren Zuschuss erhöht. Der Landkreis Freudenstadt gewährt uns zum ersten Mal überhaupt einen Zuschuss. Darüber freuen wir uns sehr, dafür bedanken wir uns bei allen, die sich für das Projekt Zukunft eingesetzt haben.

Wir werden einen Teil dieses höheren Betrages dazu verwenden, einen Verantwortlichen für die oben beschriebenen Belegungen zu bezahlen. Eine Vollzeitstelle ist nicht zu finanzieren, aber immerhin ein sogenannter Minijob.

Im Februar 1999 wurde das Kulturhaus Kloster in Betrieb genommen. Vor 17 Jahren, kaum zu glauben. Vieles ist in die Jahre gekommen, vieles muss erneuert, saniert werden. Eine neue Lichtanlage wird gerade installiert, einen neuen Theatervorhang wünschen wir uns noch.

Sorge bereitet uns, dass die beiden Zuschüsse, die Zuschusserhöhung, nur für dieses Jahr gelten sollen.

Was geschieht dann danach, zum Beispiel mit der oben beschriebenen kleinen Stelle?

Liebe Stadt Horb, lieber Landkreis Freudenstadt, stellt dieses Kulturhaus Kloster endlich auf finanziell gesunde Füße. Wir, das Projekt Zukunft tun - wie nun schon bald 34 Jahre - das unsrige dazu, dass die Provinz weiterhin bunt und lebendig bleibt. 

Ewald Loschko

1. Vorsitzender

Nach oben