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Vorwort Herbst 2014

Dass Liebe höher sei als Hass, Verständnis höher als Zorn, Friede edler als Krieg, das muss ja eben dieser unselige Weltkrieg uns tiefer einbrennen, als wir es je gefühlt. Wo wäre sonst sein Nutzen? Hermann Hesse (1. November 1914)

Liebes Klosterpublikum,

Sie halten die bewährte Wunderwaffe gegen Langeweile und Alltagstrott in Ihren Händen! Unser neues Herbstprogramm in frischem Gewand, d.h. neuem Layout! Bislang lag die Gestaltung des Programmhefts in den Händen von Matthias Störr, den es jetzt Richtung Ludwigsburg gezogen hat. Ein Dankeschön an dich, Matthias, für all die Jahre, in denen du dich nicht nur um das Programmlayout und die Fertigstellung für den Druck bemüht, sondern uns vor allem ein wunderbares, abwechslungsreiches Kindertheaterprogramm beschert hast! Glücklicherweise hat sich Mike Zerhusen bereit erklärt, in Sachen Programminfo in die Bresche zu springen. Das Ergebnis sehen Sie vor sich!

Mit unserer Mischung aus Musik, Kabarett, Kindertheater, Lesungen, Kino, Theater usw. wollen wir alle, Groß und Klein, ins Kloster locken. Auch die Gartenfreunde und die Tanzbegeisterten kommen nicht zu kurz.
Für die all diejenigen, die im Juli das Theaterstück "Ankommen in Horb" verpasst haben, gibt es im September gleich zweimal noch die Gelegenheit, in diesem Stück im wahrsten Sinne des Wortes mitzugehen. Nach einer Idee der Kulturbrücke Horb hat das Theaterprojekt Zukunft unter der Leitung von Pina Bucci und mit Verstärkung von Mitgliedern der Kulturbrücke Gedanken und Gefühle, Berichte und Erzählungen von Gastarbeitern, Frauen und Männern aus ganz unterschiedlichen Ländern, in Szene gesetzt.

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, was das obige Zitat von Hermann Hesse im Vorwort zu suchen hat. Hundert Jahre sind seit dem Beginn des Ersten Weltkriegs vergangen. Dieses Themas "Hundert Jahre Erster Weltkrieg" werden sich die diesjährigen Friedenstage, die am 1. November beginnen, annehmen. Mit einer Ausstellung der Friedensbibliothek/des Antikriegsmuseums Berlin wollen wir die Entwicklung vor und während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 beleuchten und vor allem auch diejenigen hervorheben, die sich der allgemeinen Kriegseuphorie entzogen haben. Wie zum Beispiel die entschiedene Pazifistin Bertha von Suttner, die vor gut einhundert Jahren am 21. Juni 1914 starb. Den Beginn des furchtbaren Krieges mitzuerleben, vor dem sie immer wieder gewarnt hatte, blieb ihr somit erspart. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf den Leiden der Zivilbevölkerung und der "Taktik der verbrannten Erde" liegen. Um Hesses Frage nach dem (abschreckenden) Nutzen des Ersten Weltkriegs aufzugreifen: Haben wir verstanden, worum es geht? Wenn wir betrachten, wo überall auf unserem Erdball es heiße Konflikte gibt, können uns massive Zweifel beschleichen. Die Methoden zur gegenseitigen Vernichtung haben sich "verfeinert" dank ausgeklügelter Waffentechnologie und Giftgas made in Germany richtet nach wie vor grauenhaftes Unheil an (siehe Syrien).

Umso bedeutsamer sind gegenseitige Akzeptanz und die Bereitschaft, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, indem man aus der Vielfalt schöpft. Wie zum Beispiel in dem Projekt von Kulturbrücke und Theaterprojekt Zukunft.

Nicht nur Liebe, sondern auch Kultur geht durch den Magen! Daher begrüßen wir Sie gerne in unserer zertifizierten Bio-Gaststätte. Unser Gaststättenteam greift Anregungen aus dem Programm immer wieder auch kulinarisch auf und sorgt so für internationales Flair. Wobei der echte schwäbische Wurschtsalat auf keinen Fall fehlen darf!
Auch außerhalb des Programms ist die Gaststätte mit ihrem einmaligen Ambiente ein guter Ort, um sich mit Freunden zu treffen und sich über Gott und die Welt auszutauschen.

Auf Ihren Besuch im Kloster freuen sich

Sigrid Schulze und das Projektteam

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